„Martina, sitzt du schon wieder an deinem Computer?“ „Ja, Mama.“ Martina nutzte jede Gelegenheit sich mit ihrem Computer zu beschäftigen, den sie vor zwei Jahren zu ihrem 12. Geburtstag von ihrem Vater bekommen hatte. Ja, von ihrem Vater. Gesehen hatte Martina ihren Vater noch nie. Das einzige, was sie von ihm wusste, war, dass er Roland Scherrer hies und dass er ihre Mutter verlassen hatte - damals als diese schwanger war.
Die Mutter betrat das Zimmer und fragte: „Martina, hilfst du mir bitte das Abendessen vorzubereiten?“ „Muss das sein? Ich bin mitten in einem Chat!“, antwortete Martina. „ Ja, das muss sein! Ausserdem sitzt du viel zu oft am Computer. Es wäre besser, du erledigst deine Hausaufgaben. Du sitzt sogar lieber am Computer anstatt dich mit Freunden zu treffen. Das muss sich ändern!“ „Ist ja gut, ich komme“, murrte Martina verärgert und schaltete ihren Computer aus.
Während des Abendessens fragte Martina ihre Mutter wie so oft: „Wo ist wohl mein Vater?“ Wie immer bekam sie auf diese Frage die Antwort: „Das kann ich dir nicht sagen, weil ich es nicht weiss.“ Nachdem sie fertig gegessen hatten, verschwand Martina wieder an ihren PC. Plötzlich hatte sie eine Idee! Sie klickte sich in die Google-Startseite und hackte hastig “Elternsuche“ in die Tasten. Da erschienen hunderte von Links, zum Teil auch ganz unpassende. Da! Auf einer Zeile las Martina: „Suchst du deinen Vater? Kinder aus der ganzen Welt suchen hier ihre Väter…. .“ Martinas Herz begann heftiger zu schlagen. Mit feuchtkalten Händen ergriff sie die Maus und klickte diese Zeile an. Auf der Seite, die sich öffnete, las Martina über Kinder, die ihren Vater oder ihre Mutter nicht kannten und sie auf diesem Weg gefunden haben. Zuunterst entdeckte sie eine E-Mail-Adresse für Suchanzeigen. An diese Adresse schrieb sie:
„Hallo, mein Name ist Martina Kruger. Ich bin 14 Jahre alt und suche meinen Vater. Ich kenne ihn nicht, denn ich habe ihn noch nie gesehen. Bis vor zwei Jahren hat er mir jeweils zu meinem Geburtstag ein Geschenk ohne Absender geschickt. Von meiner Mutter konnte ich nichts über ihn erfahren. Ich weiss nur, dass er Roland Scherrer heisst.Wer etwas über meinen Vater weiss, soll sich bitte bei mir melden! Martina (E-Mail: mar.tina @lu.gr)“
Ihrer Mutter erzählte Martina nichts davon. Vielleicht wollte sie ja gar nicht, dass sie Kontakt zu ihrem Vater hatte. Martina schaltete ihren Computer aus und ging ins Bett. Es war schon fast Mitternacht. Sie drehte sich von einer Seite auf die andere und konnte nicht einschlafen. Ihre Gedanken drehten sich wirr im Kopf herum. Wie würde es wohl sein, wenn er plötzlich vor ihr stünde? Was würde sie fühlen? Wie würde sie reagieren? Was würde er sagen…. Irgendwann fiel Martina doch noch in einen unruhigen Schlaf.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, dachte sie als erstes schon wieder an ihren Vater. Sie fühlte sich noch müde. Trotzdem schoss sie aus dem Bett und drückte auf den Schalter ihres Computers. Enttäuscht fand sie unter den E-Mails nur eine Nachricht von ihrer Freundin Lara.
Martina schlurfte in die Küche. Sie hatte keinen Appetit und trank daher nur eine Tasse heisse Schokolade. Sie schwang sich den Schulsack auf den Rücken und eilte zur Schule. Im Unterreicht bekam sie nicht mit, was die Lehrer sagten. Sie versank in ihren Gedanken. Nicht einmal ihre besten Freundinnen konnten sie aufmuntern. In ihrem Gesicht widerspiegelte sich Abwesenheit. Auf nichts hatte sie Lust. Immer noch keine Nachricht! Die Tage vergingen, ohne
dass etwas Besonderes geschah. Keine Nachricht, nichts!
Endlich, an einem Mittwochnachmittag öffnete Martina ihre langersehnte E-Mail-Nachricht. Die Buchstaben verschwammen vor ihren Augen. Es lief ihr heiss und kalt den Rücken hinunter. Würde sich mit dieser Nachricht ihr Leben verändern?
Wie hypnotisiert verschlang sie die Worte:
„ Liebe Martina, deine Mutter und ich haben uns etwa drei Jahre vor deiner Geburt kennengelernt. Aus einem ganz bestimmten Grund, den ich dir nicht erklären kann, musste ich sie verlassen. Das Schlimmste daran war, dass gerade da deine Mutter schwanger war! Es ist mein grösster Wunsch, dich einmal zu sehen, doch es geht nicht. Es tut mir schrecklich leid, auch ich bin unendlich traurig darüber! Mit lieben Grüssen. Dein Vater“
Martina las die Nachricht immer und immer wieder. Dann begann sie laut zu schreien. Sie schrie sich fast die Lunge aus dem Leib. Sie war so wütend! Weshalb hatte ihr Vater denn nicht geschrieben, warum er sie nicht sehen kann! Er hätte doch sagen können, wo er wohnt, doch nicht einmal das hatte er getan! Warum denn nicht, verflixt nochmal? Sie musste es herausfinden!
Sie zog ihre Schuhe an, holte ihr Fahrrad aus der Garage und fuhr ziellos umher. Das machte sie immer, wenn sie nachdenken musste. Sie konnte sich so am besten konzentrieren. Martina überlegte, wie sie herausfinden könnte, wo ihr Vater steckte.
Es dauerte nicht lange, da hatte sie eine Idee. Vor einem halben Jahr besuchte sie doch einen Computerkurs. Dort hatte sie gelernt, wie man herausfindet, von wo und von wem eine E-Mail-Adresse gesendet wird. Sofort radelte sie zurück nach Hause.
In ihrem Zimmer durchstöberte sie jede Schublade, jeden Schrank und jede Kommode, bis sie endlich fand, wonach sie suchte: Die Anleitung! Jetzt musste sie nur noch ausführen, was da stand und…. sie schaffte es. Nun wusste sie, woher das E-Mail gesendet worden war. Sie konnte es kaum fassen! Ihr Vater wohnte also nur vier Strassen weiter in Richtung Stadt! Sie musste ihn sofort besuchen. Nervös rannte sie zu ihrem Fahrrad in die Garage und machte sich auf den Weg zu ihm, zu ihrem unbekannten Vater.
Doch Martina hatte sich zu früh gefreut. Die Adresse war die eines Internet-Cafés! Martina war unendlich enttäuscht. Sie hatte sich so grosse Hoffnungen gemacht und nun war alles zerschlagen. Trotzdem wagte sie sich ins Cafe. Sie schaute sich kurz um, dann fragte sie die Wirtin: „Können Sie mir vielleicht sagen, ob in den letzten Tagen ein Mann namens Roland Scherrer einen ihrer Computer benützt hat?“ „Aber natürlich“, versprach die Frau „ich schau mal kurz nach.“ Nach wenigen Minuten erklärte die Wirtin: „Gestern war ein Roland Scherrer hier“. Die Frau zeigte Martina, an welchem Computer er gesessen hatte. Da schaute sich Martina den Computer an. Vielleicht fand sie ja einen Hinweis. Und tatsächlich: Unter der Tastatur steckte ein kleiner Zettel!
Darauf las sie: „Ich weiss, dass du, Martina, diese Zeilen lesen wirst. Ich habe eine Bitte: Versuche nicht mich zu finden! Es wird dir nur Unglück bringen! In Liebe, dein Vater!“
Donnerstag, 25. September 2008
Wortverständnis eines Kindes
Wir gehen oft nach Vals (man spricht "fals" und nicht "wals"). Als wir einmal zurück nach Bütschwil kamen und zu jemandem "gleichfalls" sagten, fragte mein kleiner Bruder:
"Warum sagen wir denn hier nicht "gleichbütschwil"?
"Warum sagen wir denn hier nicht "gleichbütschwil"?
Komisches Wörterbuch
Abt/reibung religiöses Ritual bei Klostervorstehern
Trans/port Sportgeschäft
Transp/ort Ort in der Ukraine
Drama/tisch Tisch um den sich trauriges abspielt
Dra/matisch neue Fahrzeugsteuerung (anstatt automatisch)
Tor/nister eine Vogelart, die ihre Nester stets bei einem Tor baut
Abt/ei das Ei für den Abt (frühere Abgaben der Bürger an die Klöster)
Aff/äre eine Getreideäre
Vers/ehen der Vers der Ehen
Talent/wässerung Begabte werden getauft
Nacht/eil in der Nacht nach Hause eilen
All/eins/te/hend Mundart eines Ausländers: alle haben einen Tee
Allenth/alben Fotoalbum-Marke
All/enthalben alles halbieren
Al/tar Ferienort in Tunesien "Alt-Ar" (arabisch)
A/pro/z A pro Z = mathematische Formel
Was/er/gelte Holländisch: Was soll gelten?
Ben/gel Ben ist eine Substanz zum Einreiben
Disco/unter unterirdisches Tanzlokal
Merk/ur Uhr mit der man sich Dinge im Gehirn einprägen kann
Stud/enten spezielle Entenrasse
Stud/enten/futter Nahrung für Stud-Enten
Malz/eichen Baumart, aus der Malz gewonnen wird
Kasch/mir Kannst mir den Buckel....
Ge/heim Geh nach Hause!
Trans/port Sportgeschäft
Transp/ort Ort in der Ukraine
Drama/tisch Tisch um den sich trauriges abspielt
Dra/matisch neue Fahrzeugsteuerung (anstatt automatisch)
Tor/nister eine Vogelart, die ihre Nester stets bei einem Tor baut
Abt/ei das Ei für den Abt (frühere Abgaben der Bürger an die Klöster)
Aff/äre eine Getreideäre
Vers/ehen der Vers der Ehen
Talent/wässerung Begabte werden getauft
Nacht/eil in der Nacht nach Hause eilen
All/eins/te/hend Mundart eines Ausländers: alle haben einen Tee
Allenth/alben Fotoalbum-Marke
All/enthalben alles halbieren
Al/tar Ferienort in Tunesien "Alt-Ar" (arabisch)
A/pro/z A pro Z = mathematische Formel
Was/er/gelte Holländisch: Was soll gelten?
Ben/gel Ben ist eine Substanz zum Einreiben
Disco/unter unterirdisches Tanzlokal
Merk/ur Uhr mit der man sich Dinge im Gehirn einprägen kann
Stud/enten spezielle Entenrasse
Stud/enten/futter Nahrung für Stud-Enten
Malz/eichen Baumart, aus der Malz gewonnen wird
Kasch/mir Kannst mir den Buckel....
Ge/heim Geh nach Hause!
Mittwoch, 17. September 2008
Der Zipferlake
Auf Deutsch:
Der Zipferlake
Verdaustig wars, und glasse Wieben
Rotterten gorkicht im Gemank:
Gar elump war der Pluckerwank,
Und die Gabben Schweisel frieben.
Auf Französisch:
Dèré Ciphàrlèque
Dunstin wair, et grasseé Vien
Rotondon gouarkaine em Gémonk:
Gour emboye wair dèe Plenquéwanq
end des gabè Chansel froider.
Auf Lateinisch:
Dec qifellacue
Verdactisa ware, ut glagtna Wiebroda
Requtta gorcischd imi Gemenucus:
Grag elpunt ware dec Pluquelwac,
Unu dic gabbnt Schweisa frielbet.
Der Zipferlake
Verdaustig wars, und glasse Wieben
Rotterten gorkicht im Gemank:
Gar elump war der Pluckerwank,
Und die Gabben Schweisel frieben.
Auf Französisch:
Dèré Ciphàrlèque
Dunstin wair, et grasseé Vien
Rotondon gouarkaine em Gémonk:
Gour emboye wair dèe Plenquéwanq
end des gabè Chansel froider.
Auf Lateinisch:
Dec qifellacue
Verdactisa ware, ut glagtna Wiebroda
Requtta gorcischd imi Gemenucus:
Grag elpunt ware dec Pluquelwac,
Unu dic gabbnt Schweisa frielbet.
Dienstag, 9. September 2008
ZITATE
Brüllen Frauen,
sind sie hysterisch.
Brüllen Männer,
sind sie dynamisch.
HILDEGARD KNEF
Um Neid
ist keiner zu
beneiden.
WILHELM BUSCH
Jemand mit einer
neuen Idee
ist ein Spinner,
bis er Erfolg hat.
MARK TWAIN
Der Mensch
soll lernen.
Nur die
Ochsen büffeln.
ERICH KÄSTNER
Viele verfolgen
hartnäckig den Weg,
den sie gewählt haben,
aber nur wenige das Ziel.
FRIEDRICH WILLHELM NIETZSCHE
Die beste Informationsquelle
sind Leute,
die versprochen haben,
nichts weiterzuerzählen.
AXEL VON AMBESSER
sind sie hysterisch.
Brüllen Männer,
sind sie dynamisch.
HILDEGARD KNEF
Um Neid
ist keiner zu
beneiden.
WILHELM BUSCH
Jemand mit einer
neuen Idee
ist ein Spinner,
bis er Erfolg hat.
MARK TWAIN
Der Mensch
soll lernen.
Nur die
Ochsen büffeln.
ERICH KÄSTNER
Viele verfolgen
hartnäckig den Weg,
den sie gewählt haben,
aber nur wenige das Ziel.
FRIEDRICH WILLHELM NIETZSCHE
Die beste Informationsquelle
sind Leute,
die versprochen haben,
nichts weiterzuerzählen.
AXEL VON AMBESSER
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